Advent

... lernt uns die Kultur des Wartens

 

Im Advent verdichtet sich die Spannung des christlichen Glaubens: Das Reich Gottes ist angebrochen, wir warten auf seine Vollendung. Gott hat seine Geschichte mit den Menschen nicht vor 2000 Jahren beendet. Wir müssen uns mit den Katastrophen und den Schreckensmeldungen nicht arrangieren, sondern warten auf die Erfüllung unserer Hoffung. Wir Christen orientieren uns nicht vor allem an der Vergangenheit, sondern schauen voller Erwartung in die Zukunft!

Warten wir nicht schon viel zu lange? Der Religionspädagoge Adolf Exeler: "Advent heißt: Wir erwarten die endgültige Ankunft Jesu Christi und damit die Vollendung dessen, was er begonnen hat. Dabei geht es nicht vorwiegend um die Frage des Zeitpunkts; dann wäre es unfair, uns 2000 Jahre lang über den Termin im Ungewissen zu lassen."

Es ist klar, dass wir auf die Vollendung nicht warten wie an der Bushaltestelle. Gefragt ist ein Warten als Haltung - als Einstellung gegenüber den Menschen und der Welt. Das kann dann auch an der Bushaltestelle sein.

 

(Quelle: glaubenssache.net)

 

 

Warten


Warten heißt still werden,
warten heißt offen sein,
bereit werden anzunehmen,
warten heißt vertrauen
zu sich und zu anderen,
warten heißt nicht
mit sich abgeschlossen haben,
warten heißt Unfertigkeit,
Unvollkommenheit, Zukunft.
Warten heißt auch einsam sein.

 

(KHG Wien)

 

 

 

 

 

 

Die Adventsbotschaft kündet nicht vom nahen Weltuntergang und dem jüngsten Weltengricht. Eher das Gegenteil: Gott gibt der Existenz auf Erden mehr Bedeutung. Gott macht den Menschen das irdische Dasein zur Gabe und Aufgabe. Dem Menschen wird Zeit gegeben – das ist die Botschaft.

 

 

 

Advent ist eine Zeit der Erschütterung, in der der Mensch wach werden soll zu sich selbst.

(von Alfred Delp)

 

Advent und Weihnachten – Zeit der Stille und Besinnung, bis jemand auf die Idee kam, daß Geschenke sein müssen…

 (Verfasser unbekannt)